Im Stadtteil Bocholt-Lohe stehen die Häuser auf natürlichen Sanden, während in der Innenstadt viele Grundstücke auf historischen Auffüllungen aus dem 19. Jahrhundert liegen. Diese Schüttungen stammen von ehemaligen Ziegeleien und Kiesgruben. Die Unterschiede im Baugrund sind enorm. Für Gründungen auf Schüttungen braucht es daher eine genaue Analyse. In Bocholt wird oft zuerst ein georadar-gpr eingesetzt, um die räumliche Ausdehnung der Auffüllung zu kartieren. Ohne diese Vorerkundung bleiben Hohlräume und weiche Einschlüsse unentdeckt.

Alte Auffüllungen in Bocholt sind oft inhomogener als natürlicher Boden. Ohne gezielte Analyse versagen Standardfundamente.
Technische Details zur Leistung in Bocholt
- Lagerungsdichte und Kornverteilung der Auffüllung
- Anteil organischer Substanz (Zersetzungsgrad)
- Wasserdurchlässigkeit und Setzungsverhalten
Kritische Bodenfaktoren in Bocholt
Die DIN 1054:2021-04 verlangt für Gründungen auf Schüttungen eine gesonderte Standsicherheitsnachweisführung. In Bocholt ist das besonders relevant. Alte Auffüllungen setzen sich oft Jahre oder Jahrzehnte nach. Plötzliche Sackungen entstehen durch Hohlraumeinsturz oder Zersetzung organischer Reste. Auch Kontaminationen durch frühere Industrienutzung sind möglich. Eine oberflächliche Abschätzung reicht nicht. Das Risiko für Setzungsschäden an Gebäuden ist in diesen Lagen deutlich höher als auf gewachsenem Boden.
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Wir bieten gezielte Untersuchungen für Gründungen auf Schüttungen in Bocholt an. Unser Leistungsspektrum umfasst drei Kernbereiche:
Vorerkundung und Schichtprofil
Einsatz von Georadar und Rammkernsondierungen zur Erfassung der Mächtigkeit und Heterogenität der Auffüllung. Inklusive Probenahme für Laborversuche.
Tragfähigkeits- und Setzungsanalyse
Berechnung der zulässigen Bodenpressung unter Berücksichtigung der inhomogenen Zusammensetzung. Plattendruckversuche und CPTU-Messungen vor Ort.
Sanierungs- und Verbesserungskonzepte
Empfehlungen zur Bodenverbesserung (Verdichtung, Austausch, Injektion) oder zur Tiefgründung auf tragfähigen Schichten unter der Schüttung.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine Analyse von Gründungen auf Schüttungen in Bocholt?
Der Kostenrahmen für eine fachgerechte Untersuchung liegt zwischen 670 und 2.220 Euro. Der genaue Preis hängt vom Umfang der Feldarbeiten, der Anzahl der Proben und der Labordiagnostik ab.
Wann ist eine Schüttung als Baugrund ungeeignet?
Eine Schüttung ist ungeeignet, wenn der Anteil organischer Substanz über 5 Prozent liegt, wenn Hohlräume nachgewiesen werden oder wenn die Lagerungsdichte gering ist (qc < 2 MPa). Dann sind Setzungen von mehr als 5 cm zu erwarten.
Welche Norm gilt für Gründungen auf Auffüllungen in Deutschland?
Die DIN 1054:2021-04 regelt die Sicherheitsnachweise für Gründungen auf nicht natürlich gewachsenem Boden. Zusätzlich ist der Eurocode 7 mit nationalem Anhang zu beachten. Für Bocholt gelten die Vorgaben der Landesbauordnung NRW.
Kann man auf einer alten Mülldeponie in Bocholt bauen?
Ja, aber nur nach umfassender geotechnischer Untersuchung. Alte Deponien enthalten oft Gase (Methan, CO2) und setzen sich ungleichmäßig. Eine Gründung auf Schüttungen erfordert dann eine Gasbarriere und eine lastverteilende Bodenplatte oder Pfahlgründung.
Wie tief muss man für eine Gründung auf Schüttung in Bocholt bohren?
Die Bohrtiefe richtet sich nach der Mächtigkeit der Auffüllung. In der Bocholter Innenstadt reichen oft 6 bis 10 Meter, in Randbereichen mit alten Kiesgruben sind 15 Meter oder mehr nötig. Ziel ist es, die tragfähige Schicht unter der Schüttung zu erreichen.