Bocholt liegt im Westmünsterland auf etwa 25 m ü. NN. Der Untergrund besteht hier oft aus sandigen und kiesigen Terrassenablagerungen der Issel. Für tiefe Gründungen ist die Unterscheidung zwischen Mantelreibung und Spitzendruck entscheidend. Wer die Tragfähigkeit eines Pfahls zu hoch ansetzt, riskiert Setzungen. Deshalb analysieren wir beide Komponenten getrennt. Ergänzend dazu kann ein geophysikalisches GPR-Profil Aufschluss über verborgene Strukturen geben.

In den Sanden des Münsterlandes trägt der Spitzendruck oft 60-70 % der Last – die Mantelreibung sichert die Gebrauchstauglichkeit.
Technische Details zur Leistung in Bocholt
Kritische Bodenfaktoren in Bocholt
Ein Mehrfamilienhaus an der Dinxperloer Straße wurde ursprünglich auf Flachgründung geplant. Die Bohrprofile zeigten jedoch eine Wechsellagerung aus Sand und Schluff. Ohne getrennte Analyse von Mantelreibung und Spitzendruck hätte der Pfahl unterdimensioniert werden können. Wir simulierten die Last-Setzungs-Kurve mit einem FEM-Modell und passten die Pfahllänge an. So blieb die Setzung unter 15 mm.
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Wir bieten in Bocholt zwei spezialisierte Analysen zur Pfahltragfähigkeit an:
Statische Probebelastung nach DIN EN 1997-1
Hydraulische Pressen belasten den Pfahl stufenweise bis zur Bruchlast. Gemessen werden Kraft und Setzung. Daraus leiten wir die Mantelreibung und den Spitzendruck getrennt ab. Geeignet für Bohr- und Rammpfähle in den Sandböden des Münsterlandes.
Dynamische Pfahlprüfung (PDA) mit CAPWAP-Auswertung
Ein schwerer Fallbär erzeugt einen Impuls. Beschleunigungssensoren und Dehnungsmessstreifen erfassen Wellenausbreitung und Reflexion. Die CAPWAP-Analyse trennt Mantelreibung und Spitzendruck schichtweise auf – ideal für schnelle Qualitätskontrolle vor Ort.
Häufig gestellte Fragen
Wann dominiert in Bocholt die Mantelreibung gegenüber dem Spitzendruck?
In den oberflächennahen, mitteldichten Sanden (0–6 m Tiefe) trägt die Mantelreibung etwa 30 % der Last. Ab 10 m Tiefe in den dichten Kiesen steigt der Spitzendruck auf über 60 %. Entscheidend ist die Kornabstufung: Feinsandige Lagen reduzieren die Mantelreibung, grobe Kiese erhöhen den Spitzendruck.
Welche Normen gelten für die Pfahlanalyse in Deutschland?
Die Bemessung erfolgt nach DIN EN 1997-1 (EC 7) mit nationalem Anhang. Ergänzend sind die EA-Pfähle (Empfehlungen des Arbeitskreises Pfähle) und DIN 1054 für die Sicherheitsnachweise bindend. Für Probebelastungen gilt DIN EN 1997-1, Anhang D.
Wie läuft eine statische Probebelastung vor Ort ab?
Ein hydraulischer Zylinder drückt gegen einen Reaktionspfahl oder eine Lastplattform. Die Kraft wird schrittweise gesteigert, die Setzung mit Präzisionsmessuhren aufgezeichnet. Nach der Entlastung folgt eine Kriechphase. Die Auswertung liefert die Last-Setzungs-Kurve und trennt Mantelreibung von Spitzendruck.
Was kostet eine Pfahlanalyse in Bocholt?
Die Kosten für eine kombinierte Analyse aus statischer Probebelastung und dynamischer PDA-Prüfung liegen zwischen €1.030 und €3.070, abhängig von Pfahlanzahl, Tiefe und Zugänglichkeit der Baustelle. Ein genaues Angebot erhalten Sie nach Besichtigung.