In Bocholt stoßen wir bei Bauvorhaben häufig auf schluffige Sande und Geschiebemergel, die aus der letzten Eiszeit stammen. Diese Böden reagieren empfindlich auf Wasserzutritt und zeigen oft eine stark streuende Scherfestigkeit. Der direkte Scherversuch liefert hier präzise Werte für Kohäsion und Reibungswinkel, die für Standsicherheitsnachweise unverzichtbar sind. Vor einer tiefen Gründung empfehlen wir ergänzend einen Dilatometerversuch zur Ermittlung des Steifemoduls, da dieser direkte Rückschlüsse auf das Setzungsverhalten erlaubt. Die Proben entnehmen wir mittels Stechzylinder oder als ungestörte Blöcke direkt aus der Baugrube.

Der direkte Scherversuch liefert die maßgeblichen Parameter Kohäsion und Reibungswinkel für die Standsicherheitsberechnung – ohne sie bleibt jede Prognose unsicher.
Technische Details zur Leistung in Bocholt
Kritische Bodenfaktoren in Bocholt
DIN 1054:2021 fordert für Bauwerke der Geotechnischen Kategorie 2 und 3 einen rechnerischen Nachweis der Grenzzustände. In Bocholt sind die quartären Lockergesteine durch Grundwasserführung und wechselnde Korngrößen gekennzeichnet. Werden die Scherparameter nur geschätzt oder aus Tabellen übernommen, steigt das Risiko von Grundbrüchen oder Geländebrüchen. Ein direkter Scherversuch reduziert diese Unsicherheit auf ein messbares Maß und erfüllt die Anforderungen der Norm.
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Unser Leistungsspektrum für den direkten Scherversuch in Bocholt umfasst alle notwendigen Schritte von der Probennahme bis zur Dokumentation.
Probennahme vor Ort
Entnahme ungestörter Proben als Stechzylinder oder Blockprobe direkt aus der Baugrube oder Schürfgrube. Transport im Kühlbehälter zur Vermeidung von Austrocknung.
Durchführung des Scherversuchs
Prüfung an drei bis fünf Normalspannungen mit automatischer Datenaufzeichnung. Ermittlung von Kohäsion und Reibungswinkel nach DIN 18137-2.
Auswertung und Bericht
Detaillierte Darstellung der Scherkurven, Spannungs-Dehnungs-Diagramme und tabellarische Zusammenfassung der Parameter. Übergabe als PDF- und Excel-Datei.
Beratung zur Parameterwahl
Ingenieurtechnische Einschätzung der Ergebnisse für die Bemessung von Flachgründungen, Böschungen und Baugruben auf Basis der lokalen Bodenverhältnisse in Bocholt.
Häufig gestellte Fragen
Welche Bodenarten in Bocholt werden mit dem direkten Scherversuch geprüft?
Hauptsächlich schluffige Sande, Geschiebemergel und tonige Schluffe aus dem Quartär. Bei Torf und Mudde ist der Versuch weniger geeignet; hier verwenden wir den Triaxialversuch.
Wie viele Proben sind für einen aussagekräftigen Scherversuch nötig?
Mindestens drei Proben bei unterschiedlichen Normalspannungen. Für eine statistische Absicherung empfehlen wir vier bis fünf Proben pro Bodenschicht.
Was kostet ein direkter Scherversuch in Bocholt?
Der Richtpreis liegt zwischen 640 und 720 Euro pro Probensatz (drei Proben inklusive Bericht). Bei mehreren Schichten oder Sonderprüfungen kann der Preis abweichen.
Wie lange dauert die Durchführung des Scherversuchs?
Ein drainierter Versuch dauert je nach Durchlässigkeit des Bodens 1 bis 3 Tage. Undrainierte Versuche sind meist nach einem Arbeitstag abgeschlossen.